Stöpsel aus Stein oder versteinerte Amöbe?

Stöpsel aus Stein oder versteinerte Amöbe?

Stöpsel aus Stein oder versteinerte Amöbe

Dieses Ding wurde bei Ausgrabungen auf der Insel Werd in Eschenz von Karl Keller-Tarnuzzer entdeckt. Es gehörte zur Einrichtung des spätbronzezeitlichen Dorfes, das sich auf der Insel befand. Das Objekt besteht aus gebranntem Ton, sein Körper ist hohl und enthält kleine Steine. Es handelt sich um eine Rassel, die als Spielzeug oder Instrument benutzt wurde. Sie schlummerte über Jahrtausende zwischen Keramik, Feuersteingeräten und Tierknochen, wo sie Keller-Tarnuzzer bei seinen umfangreichen Grabungen auf 1100 m2 Fläche in den Jahren 1931 bis 1935 fand. Nebst diesem einzigartigen Fundstück förderte der Archäologe auch zahlreiche Überreste von Pfahlbausiedlungen aus der Jungstein- und Spätbronzezeit zu Tage.

Die Rassel ist heute als Zeugin der spätbronzezeitlichen Siedlung auf der Insel Werd Teil des UNESCO-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen». Sie ist in Frauenfeld im Museum für Archäologie Thurgau ausgestellt.

Bildrechte: Museum für Archäologie Thurgau

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