Sonderausstellung «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins»

Sonderausstellung «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins»
Gefühlschaos im Überfluss – die Jugend als prägender Lebensabschnitt in der neuen Sonderausstellung im Alten Zeughaus Frauenfeld.

Was ist es, was von uns bleibt? Mit einem Rundgang durchs Leben nähert sich die neue Sonderausstellung «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins» im Alten Zeughaus Frauenfeld dieser Frage. Vom 26. März bis 29. November 2026 sind die Tore für eine ebenso persönliche wie interaktive Spurensuche geöffnet.

Wer heute in unseren Breitengraden das Licht der Welt erblickt, darf auf ein langes Leben hoffen. Bereits in den ersten Tagen sammeln sich rund hundert Objekte um uns: Geburtsurkunde, Kleidchen, Kuscheltier. Ein persönlicher Besitz, welcher im Laufe des Lebens auf weit über 10 000 Dinge anwächst. Doch ein jedes Leben findet sein Ende und die Erinnerung an uns selbst erlischt laut Forschung nach spätestens vier Generationen. Was bleibt, sind vereinzelt materielle Spuren.

Dinge als ständige Begleiter

In sechs Lebensabschnitten – Geburt, Kindheit, Jugend, Lebensmitte, Alter und Tod – thematisiert die Ausstellung, wie sich Erlebtes in Objekten verdichtet: im abgeliebten Teddybären, in verblichenen Liebesbriefen, in den besten Stücken aus der Ehe sowie in jenen Dingen, die unseren Abschied umgeben. Der Zugang zur Ausstellung ist sinnesnah gestaltet: Besuchende wählen zu Beginn ein 3D-gedrucktes Schlüsselobjekt, mit dem sie partizipativ und personalisiert mit der Ausstellung in einen Dialog treten können. Rund 120 Exponate aus unterschiedlichen Epochen und Kulturkreisen begleiten und inspirieren die Auseinandersetzung des Publikums mit den eigenen Lebensspuren.

Das vielseitige Rahmenprogramm

Dialog, Interaktivität und vertiefende Analysen bietet auch das Programm, welches die Sonderausstellung umfasst. Als Highlight zählen die Museumstalks mit bekannten Thurgauer Persönlichkeiten, welche alle ein bedeutendes Objekt in die Ausstellung gaben. Weiter finden öffentliche Führungen, Museumshäppli oder ein Kinomatinée mit dem Cinema Luna statt.

Sonderangebote

  • Geschichtenpodium: Icon-Poet mit Ausstellungsobjekten. Donnerstag, 22. Oktober, 18 bis 19 Uhr, Rathaus Frauenfeld
  • Museumstalk in der Sonderausstellung mit Thomas Götz, Kabarettist und Ausstellungskurator Dr. Dominik Streiff, Samstag, 24. Oktober, 18 bis 19 Uhr, Altes Zeughaus Frauenfeld
  • Museumshäppli «Auch Madonnen wollen gefallen» mit Kunsthistorikerin Christine Süry, Donnerstag, 29. Oktober, 12:30 bis 13 Uhr, Schloss Frauenfeld

    Eine Anmeldung ist erforderlich. Eintritt frei (Kollekte)

    Zur Ausstellungswebsite: Sonderausstellung 2026: «Leben & Lassen. Spuren des Menschseins»
    Komplettes Veranstaltungsprogramm und Anmeldung: Veranstaltungen

Zusatztipps

  • Museum für Archäologie: Dauerausstellung zeigt das menschliche Alltagsleben im Thurgau von der Jungsteinzeit bis ins Frühmittelalter.
    Freie Strasse 24, geöffnet: Di-Fr von 14–17 Uhr, Sam-Son von 13–17 Uhr.
  • Naturmuseum Frauenfeld: mit umfassender Dauerausstellung und wechselnden Sonderausstellungen – so noch bis zum 29. November: «Wow… ein Dachs!».
    Freie Strasse 24, geöffnet: Di-Fr von 14–17 Uhr, Sam-Son von 13–17 Uhr. 20. Oktober 2026, Vortrag zur Ausstellung: «Der Dachs – Ein Wildtier erobert den Siedlungsraum»
  • Kunst-Raum-Frauenfeld: Kunst-Raum Frauenfeld — Vorschau, 23. Oktober 2026, Vernissage: Original & Unikat: Künstler:innen-Bücher.
  • Wir bestimmen Ihre Schätze! Mit Fachleuten des Historischen Museums, des Museums für Archäologie, des Naturmuseums, der Kantonsbibliothek und des Staatsarchivs, 31. Oktober 2026, 10–13 Uhr, Museumslaube Naturmuseum, Freie Strasse 24.

    Tipps zur An- und Rückreise:
    Erreichbar mit der Thurbo Linie S30, Haltestelle Frauenfeld

    Kontakt
    Historisches Museum Thurgau
    Schloss Frauenfeld
    8500 Frauenfeld

    +41 58 345 73 80
    historisches.museum@tg.ch
    www.historisches-museum.tg.ch

     

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